Am Freitag, den 1. Mai 2026, wird in OE6 wieder von 13:00 bis 15:00 Uhr Katastrophenfunk geübt. Mitmachen können und sollen alle Funkamateure, die zur Übungszeit in der Steiermark sind und auf 2 m in FM Betrieb machen können.
Die Teilnahme dauert nur kurz: Die Bezirksleitstationen fragen Rufzeichen, Locator und Rapport ab.
Warum üben wir das?
Immer wieder gibt es großflächigere und länger andauernde Stromausfälle, die auch die öffentliche Kommunikation betreffen. Zuletzt beispielsweise 2023 im Bereich Murtal und Murau, 2024 in Niederösterreich im Zuge der Überschwemmungen oder 2025 in Spanien und Berlin.
Der Amateurfunk kann in diesen Fällen Behörden und Bürger unterstützen. In der Steiermark ist die Zusammenarbeit zwischen unserem Landesverband und den Behörden, besonders dem Land Steiermark und den Bezirkshauptmannschaften, ausgezeichnet.
Jeder Bezirk verfügt über eine portable Notfunkstation, die bei Bedarf von Funkamateuren betrieben wird. Das aktuelle OE6-KAT-Funkkonzept sieht vor, dass die Bezirksleitstationen innerhalb eines Bezirkes auf 2 m in FM mit lokalen Funkamateuren kommunizieren und so Nachrichten und Informationen „in die Fläche“ gebracht werden können, auch wenn Radio, Mobilfunk und Internet nicht mehr funktionieren. Die Verbindung der Bezirkseinsatzstäbe mit der Landeswarnzentrale wird per Datenfunk (PACTOR) auf Kurzwelle hergestellt. Dieses Konzept wird regelmäßig beübt, jeweils am 1. Mai und zur Sirenenprobe am ersten Samstag im Oktober.
Wie läuft die Übung ab?
Die Bezirksleitstationen werden am Freitag zwischen 13 und 15 Uhr auf 2 m Direktfrequenzen rufen, zum Beispiel S20 (145,500 MHz ) bis S23 (145,750 MHz ) oder regional etablierten Frequenzen, wie 145,350 MHz für Deutschlandsberg, 145,5625 MHz für Graz und Graz-Umgebung etc.
Abgefragt werden Rufzeichen, Locator und Rapport, um die Verbindungsqualität in verschiedene Bereiche des Bezirks einschätzen zu können. Die gesammelten Verbindungsinformationen werden von den Bezirksleitstationen nach 14:00 Uhr und nach 15:00 Uhr an die Landeswarnzentrale übermittelt.
Auch aus der Landeswarnzentrale werden Nachrichten an die Bezirksleitstationen übermittelt; damit wird der gesamte Informationsweg in beide Richtungen getestet und geübt. QSP-Betrieb, also Übermittlungsverkehr über Zwischenstationen, ist explizit erlaubt und erwünscht.
Wer hat oder findet den besten Standort, um mit einem besonders abgelegenen Gebiet kommunizieren zu können?
Warum werden keine Repeater genutzt?
Wir üben für Situationen, in denen millionenteure kommerzielle Kommunikationstechnik nicht mehr funktioniert, und wollen daher möglichst keine zusätzliche Infrastruktur nutzen. Natürlich wird man in Katastrophenfällen Repeater und alle anderen Möglichkeiten nutzen, falls und solange sie zur Verfügung stehen.
Wenn wir mit dem schlechtesten Szenario umgehen können, kann uns ein „besserer“ Fall nicht schrecken!
Vy 73 de
Michael, OE6MBF
Referent Not- und Katastrophenfunk im ÖVSV Landesverband Steiermark
Aus der Detailsansicht von Veranstaltungen kann ein Kalendereintrag mittels "Download Event" in den eigenen Terminkalender übernommen werden!
15. Mai 2026, 13:00 - 16. Mai 2026, 15:00
Eine neue Location wird neue Inspiration und neue Möglichkeiten für Veranstalter Aussteller und Gäste mit sich bringen.
WeiterlesenEuropas größte Amateurfunkausstellung! ÖVSV und DokuFunk werden gemeinsam eine Jubiläumsausstellung "100 Jahre ÖVSV" vorbereiten!
WeiterlesenEs werden in Wagrain ca. 80 Jugendliche und Teambegleiter aus der IARU Region 1 und Gäste erwartet. ...
WeiterlesenRolf Baumgarten, ON4LEA, veröffentlicht auf seiner Website Termine von Funk-Flohmärkten und Amateurfunk-Messen in ganz Europa